ETF Ein neuer Ansatz für Anlagen in CLOs mit AAA-Rating
Entdecken Sie, wie CLO-ETFs Anlegern dabei helfen können, Wachstumschancen zu nutzen – durch aktives Portfoliomanagement, Flexibilität, Diversifikation und die Effizienz der ETF-Struktur.
Eine Korrektur des Goldpreises im zweiten Quartal machte die im bisherigen Jahresverlauf erzielten Gewinne zunichte und führte zur schwächsten Quartalsperformance von Gold seit dem zweiten Quartal 2013.
Die steigende Inflation führte zu einer Veränderung der US-Zinserwartungen, sodass der Markt inzwischen Zinserhöhungen der Fed in diesem Jahr einpreist.
Die strukturellen Unterstützungsfaktoren bleiben bestehen, darunter die Goldkäufe der Zentralbanken, allerdings könnte der Markt kurzfristig volatil bleiben.
Der Goldpreis fiel im zweiten Quartal um 14,1 %, machte damit die Gewinne aus dem ersten Quartal mehr als zunichte und lag über 1.500 US-Dollar je Unze unter dem Ende Januar dieses Jahres erreichten Intraday-Rekordhoch. Die Volatilität nahm im April zu, der Großteil des Goldpreisrückgangs erfolgte jedoch in den darauffolgenden zwei Monaten. Am 24. Juni fiel das Edelmetall erstmals seit November 2025 kurzzeitig unter die Marke von 4.000 US-Dollar je Unze. In den folgenden Tagen schwankte Gold um diese psychologisch wichtige Marke und beendete das Quartal bei 4.008 US-Dollar.
Dies war die schwächste Quartalsperformance von Gold seit dem zweiten Quartal 2013, als der Preis um 22,7 % fiel. Es sollte jedoch beachtet werden, dass Rücksetzer dieser Art nicht ungewöhnlich sind, wenn ein Markt über einen längeren Zeitraum stark gestiegen ist. Zudem könnte sich diese jüngste Preiskorrektur als gesund erweisen, da Gold auf Sicht der vergangenen zwölf Monate weiterhin ein Plus von 21,3 % verzeichnet.
Dennoch bestehen weiterhin Abwärtsrisiken für den Goldpreis. Die kommenden Monate könnten für Gold entscheidend sein, da wir beobachten werden, wie die Fed auf die Inflation reagiert – ob diese hartnäckig bleibt oder infolge niedrigerer Ölpreise zurückgeht – und ob sich der US-Dollar gegenüber anderen wichtigen Währungen weiter festigt. Höhere Zinsen und ein stärkerer US-Dollar wirken sich in der Regel negativ auf Gold aus, da Erstere die Opportunitätskosten für das Halten eines nicht verzinslichen Vermögenswerts erhöhen und Letzterer Gold für internationale Anleger außerhalb der USA verteuert.
Mehrere Belastungsfaktoren trugen zum Rückgang des Goldpreises bei. Die Inflation entwickelte sich zu einem Risiko, das möglicherweise länger anhält als bislang eingepreist, was bedeutet, dass die Zinsen länger hoch bleiben könnten. Der US-Dollar wertete leicht auf, was teilweise auf die angepassten Zinserwartungen zurückzuführen war. Zudem wurde ein Teil der geopolitischen Risikoprämie aus dem als „sicherer Hafen“ wahrgenommenen Vermögenswert herausgenommen, da der Markt offenbar davon ausging, dass die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran auf ein zufriedenstellendes Ergebnis zusteuerten.
Dieser Konflikt löste Volatilität bei den Energiepreisen aus und lenkte die Aufmerksamkeit der Märkte auf die Inflation. Die Ölpreise stiegen Anfang April auf über 100 US-Dollar pro Barrel, wobei WTI-Rohöl einen Höchststand von 113 US-Dollar erreichte, und blieben das gesamte Quartal über volatil. Die Preise stiegen oder fielen abhängig von den Ereignissen und der Einschätzung des Marktes hinsichtlich des Fortschritts der Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts und zur Wiederöffnung der Straße von Hormus.
Je länger der Konflikt andauert, desto nachhaltiger könnte sein Einfluss auf die Inflation sein – nicht nur über die Ölpreise, sondern auch über weiterreichende Folgewirkungen. WTI-Rohöl beendete das Quartal bei 70 US-Dollar pro Barrel, was darauf hindeutet, dass der Markt mit einer Wiederaufnahme des Angebots rechnet. Auch der breitere Markt scheint zu glauben, dass die Inflation unter Kontrolle gebracht werden kann, wie die Inflationserwartungen zeigen (Abbildung 2). Die Frage ist, ob der Markt angesichts der jüngsten tatsächlichen Inflationsdaten und der weiterhin potenziell volatilen Lage zwischen den USA und Iran nicht zu optimistisch ist.
Der jährliche Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE), das bevorzugte Inflationsmaß der Fed, stieg im Mai auf 4,1 % und erreichte damit den höchsten Stand seit April 2023. Haupttreiber waren die Energiepreise. Die Kern-PCE-Inflationsrate, die Nahrungsmittel und Energie ausschließt, stieg auf annualisierte 3,4 % und erreichte damit den höchsten Wert seit Oktober 2023. Das FOMC unter dem neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh warnte in den Protokollen nach der Sitzung im April, dass es für „Preisniveaustabilität sorgen“ werde, nachdem die Inflation fünf Jahre in Folge über dem Zielwert von 2 % gelegen hatte.
Die Goldpreiskorrektur, die im März begann, kann als normale Reaktion auf steigende Inflationserwartungen, die restriktivere Haltung der Fed zu den Zinsen und die jüngste Stärke des US-Dollars angesehen werden. Der US-Dollar gab zu Beginn des Quartals nach, gewann jedoch während des Großteils des Zeitraums gegenüber seinen wichtigsten Handelspartnern an Wert. Ein stärkerer US-Dollar verteuert Gold für internationale Anleger und Verbraucher außerhalb der USA, was die Nachfrage dieser wichtigen Marktsegmente tendenziell verringert.
Zu Beginn dieses Jahres hatte der Terminmarkt noch Zinssenkungen der Fed für 2026 erwartet; die einzige Frage war, wie viele es geben würde. Das CME FedWatch Tool zeigte praktisch keine Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung in diesem Jahr. Die oben genannten Inflationsrisiken veränderten jedoch die Markterwartungen. Unter dem neuen Vorsitzenden Warsh scheint die Fed entschlossener zu sein, die anhaltend über dem Ziel liegende Inflation zu bekämpfen, sodass Zinserhöhungen wieder klar auf der Agenda stehen.
Bis Ende Mai implizierte die Marktbewertung keine Chance mehr auf Zinssenkungen und begann stattdessen höhere Zinsen einzupreisen. Als das Quartal endete, sah der Markt eine Wahrscheinlichkeit von 33,7 % für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte Ende Juli sowie mindestens eine Zinserhöhung (67 % Wahrscheinlichkeit) bis zum Abschluss der FOMC-Sitzung im September.
Das CME FedWatch Tool zeigt eine Wahrscheinlichkeit von 83 %, dass die Zinsen zum Jahresende höher liegen werden als heute. Höhere Zinsen wirken sich negativ auf Gold aus, da sie die Opportunitätskosten für das Halten des nicht verzinslichen Vermögenswerts Gold erhöhen.
Trotz dieser Korrektur sind wir der Ansicht, dass ein Großteil der strukturellen Unterstützung für Gold weiterhin bestehen bleibt. Die Zentralbanken dürften ihre Goldkäufe zur Diversifizierung ihrer Reserven fortsetzen. Der World Gold Council (WGC) berichtete, dass in seiner jüngsten Umfrage ein Rekordwert von 45 % der befragten Zentralbankvertreter angab, ihre Goldreserven in den kommenden zwölf Monaten erhöhen zu wollen. Zudem erwarten 89 %, dass die Goldreserven der Zentralbanken weltweit im nächsten Jahr insgesamt weiter steigen werden.
Diese strukturelle Unterstützung spiegelt sich auch in unserer Invesco Global Sovereign Asset Management Study 2026 wider, in der die Mehrheit der Zentralbanken angab, ihre Goldallokationen in den vergangenen drei Jahren erhöht zu haben. Als wichtigste Treiber werden globale Volatilität, Inflationsschutz und geopolitische Unsicherheit genannt.
Während die Nachfrage der Zentralbanken weitgehend unempfindlich gegenüber Preisänderungen ist, reagiert die Investmentnachfrage tendenziell stärker auf Preisdynamiken. Steigende Preise können Kapitalzuflüsse in einen Vermögenswert fördern, während fallende Preise manchmal Verkäufe begünstigen, insbesondere wenn Anleger Gewinne realisieren und Liquidität für andere Anlagen benötigen. Käufe von Münzen und kleinen Goldbarren durch Privatanleger waren während der langfristigen Goldrallye eine wichtige Nachfragequelle, und es wird interessant sein zu beobachten, wie sie auf die Korrektur reagieren.
Für private und professionelle Anleger spricht nicht nur ein einzelner Faktor für die Aufnahme von Gold in ein Portfolio, etwa die Absicherung gegen geopolitische Risiken, wenngleich Gold diese Rolle historisch gesehen relativ gut erfüllt hat. Vielmehr kann Gold ein nützlicher Diversifikator sein, da es in der Regel eine geringe Korrelation zu den meisten Anlageklassen, insbesondere Aktien, aufweist. Gold ist ein einzigartiger Vermögenswert, da es keinen Emittenten und kein Kreditrisiko gibt und es auf eine lange Geschichte als Wertspeicher zurückblickt, wenn das Vertrauen in Währungen, Institutionen oder die Funktionsfähigkeit der Märkte infrage gestellt wird.
Gold erzielt keine laufenden Erträge. Daher können höhere Zinsen Bargeld und Anleihen im Vergleich attraktiver machen. Niedrigere Zinsen verringern diese Opportunitätskosten und können die Nachfrage nach Gold unterstützen.
Gold wird weltweit in US-Dollar gehandelt. Ein stärkerer Dollar macht Gold daher für Käufer außerhalb der USA in der Regel teurer und kann die Nachfrage belasten. Umgekehrt kann ein schwächerer US-Dollar Gold für Käufer außerhalb der USA günstiger machen und so die Goldnachfrage sowie den Goldpreis unterstützen.
Gold gilt häufig als Schutz vor Inflation, da sein Angebot begrenzt ist und sein Wert nicht von einer einzelnen Währung abhängt. Allerdings hängt der Einfluss der Inflation auf Gold stark von der Entwicklung der Realzinsen ab. Steigen die Zinsen schneller als die Inflation, kann dies Gegenwind für Gold bedeuten.
Gold gilt als Wertspeicher, weil es knapp, langlebig und weltweit anerkannt ist. Zudem kann es im Gegensatz zu Fiat-Währungen nicht beliebig vermehrt werden. Dank dieser Eigenschaften konnte Gold seine Kaufkraft über lange Zeiträume hinweg erhalten, insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Belastungen oder von Spannungen an den Währungsmärkten.
Der World Gold Council (WGC) ist die Marktentwicklungsorganisation der Goldindustrie. Er vertritt führende Goldminenunternehmen und fördert das Verständnis für die Rolle von Gold auf den Finanzmärkten und in der Gesellschaft. Der World Gold Council veröffentlicht Studien, Daten und Leitlinien zur Goldnachfrage, zu Goldinvestments, den Goldreserven von Zentralbanken sowie zu verantwortungsvollen Lieferketten in der Goldindustrie.
Ein physisch besicherter Gold-ETC (Exchange Traded Commodity) ist ein Wertpapier, das die Entwicklung des Goldpreises nachbilden soll und in der Regel durch zugeordnetes physisches Gold gedeckt ist, das von einer Verwahrstelle sicher verwahrt wird. Ein physisch besicherter Gold-ETC ermöglicht Anlegern ein Engagement in Gold, ohne Goldbarren oder Münzen selbst lagern oder versichern zu müssen.
Gold kann zur Diversifizierung eines Portfolios beitragen, da die Faktoren, die seinen Preis beeinflussen, häufig andere sind als bei Aktien und Anleihen. Dies gilt insbesondere in Phasen von Marktstress, Inflationssorgen oder geopolitischer Unsicherheit. Gold kann zudem Liquidität bieten und potenziell als Absicherungsinstrument dienen, generiert jedoch keine laufenden Erträge und kann erheblichen Kursschwankungen unterliegen.
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