Wo man die günstigsten und teuersten Aktienmärkte weltweit findet
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Der S&P 500 Equal Weight Index hat sich über lange Zeiträume besser entwickelt als der nach der Marktkapitalisierung gewichtete Standardindex.1
Durch die spektakuläre Performance der auch als „Magnificent 7“ bekannten Tech-Mega-Caps ist die Konzentration auf die größten Aktien im S&P 500 Index so hoch wie nie zuvor. Gleichzeitig haben die Bewertungen ein überzogenes Niveau erreicht
Aus der Vergangenheit wissen wir, dass Märkte häufig zu ihren langfristigen Durchschnittswerten zurückkehren (sogenannte „Mean Reversion“). Dadurch könnten sich Chancen für Anleger eröffnen, die ein diversifiziertes Engagement in US-Aktien anstreben
Die gleichgewichtete Variante des S&P 500 Index erzielte bis 2023 eine um durchschnittlich 1,05 % höhere jährliche Rendite als der Standardindex, dessen Komponenten nach ihrer Marktkapitalisierung gewichtet sind2. Seither hat der S&P 500 Equal Weight Index dagegen unterdurchschnittlich abgeschnitten. Grund ist die überragende Performance der „Magnificent 7“ in den letzten zwei Jahren. Für viele heutige Anleger gibt es drei Faktoren, die für eine Orientierung am S&P 500 Equal Weight Index sprechen könnten: die hohe Marktkonzentration, überzogene Bewertungen und eine erwartete Korrektur nach der Übertreibungsphase.
Da die zehn größten Unternehmen derzeit 40 % des Gewichts im S&P 500 ausmachen, war das Konzentrationsrisiko noch nie so hoch wie heute (siehe Abb. 1). Darüber hinaus sind viele dieser hochvolatilen Titel in ähnlichen Branchen tätig, was zu einer höheren paarweisen Korrelation unter den Top-10-Titeln als im breiteren Index führt. Das verschärft das Konzentrationsproblem des S&P 500 zusätzlich.
Quelle: Bloomberg, Invesco, Stand: 9. Oktober 2025. Die frühere Wertentwicklung lässt nicht auf zukünftige Renditen schließen. Eine Direktanlage in einen Index ist nicht möglich.
In einem kapitalisierungsgewichteten Index sind die Disruptoren von morgen naturgemäß untergewichtet. In den 80er- und 90er-Jahren wurde der S&P 500 von Unternehmen aus den Bereichen Energie, Basiskonsumgüter und Pharmazeutika angeführt. IBM war der einzige Technologietitel unter den Top 10. Die Führungsposition veränderte sich allmählich, als Microsoft Anfang der 2000er-Jahre in die Top 10 aufstieg, gefolgt von Apple, Alphabet und Amazon. Vor 20 Jahren hatten die derzeitigen Top 10 ein Gewicht von gerade einmal 4 % im S&P 500 Index3. Seit April 1999 haben die zehn größten Titel 26 % zur Rendite des Index beigetragen, jedoch stieg dieser Anteil im Jahr 2025 bis Oktober auf über 58 %.
Durch die hohen Bewertungen der Mega-Caps ist das KGV des S&P 500 auf 27,8 gestiegen (siehe Abb. 2). Das entspricht einem Aufschlag von 29 % gegenüber dem S&P 500 Equal Weight. Die Divergenz verstärkte sich während der Corona-Krise, als viele Technologietitel von der Umstellung auf Homeoffice profitierten. Der KI-Hype hat die Bewertungen des S&P 500 noch weiter in die Höhe getrieben.
Quelle: FactSet. Vergleich des Kurs-Gewinn-Verhältnisses des marktkapitalisierungsgewichteten S&P 500 (MC) mit dem des gleichgewichteten S&P 500 (EW) vom 30. Juni 2010 bis zum 30. September 2025.
Hohe Erwartungen an das Wachstum bestimmter Unternehmen führen häufig zu steigenden Bewertungen und einer zunehmenden Marktkonzentration, wie sie auch in jüngster Zeit wieder zu beobachten waren. In den letzten 30 Jahren haben die „Superstars“ unter den Unternehmen ihre außergewöhnlichen Wachstumsraten in der Regel nicht über längere Zeiträume aufrechterhalten können. Mit der Zeit kehren diese Unternehmen häufig wieder zu normaleren Wachstumsraten zurück, wodurch sich auch die Marktbewertungen und die Konzentration wieder normalisieren. So blieben beispielsweise in den letzten 30 Jahren nur 3 % der Unternehmen drei Jahre in Folge im obersten Fünftel der Umsatzwachstumsrangliste (siehe Abb. 3).
Quelle: FactSet, Messung des jährlichen Umsatzwachstums der S&P-500-Unternehmen von 1995 bis 2024.
Mit einem gleichgewichteten Ansatz können Anleger das inhärente Bewertungsrisiko des S&P 500 und die derzeitige Übergewichtung von Wachstumswerten im Index teilweise ausgleichen. Dadurch können Portfolios, die sich am gleichgewichteten Index orientieren, besser gegen die Auswirkungen sinkender Wachstumserwartungen abgeschirmt sein.
Der S&P 500 Equal Weight Index erlebt derzeit seinen schwersten relativen Rückgang seit 25 Jahren (siehe Abb. 4), der auf die historisch enge Marktentwicklung zurückzuführen waren.
Quelle: Bloomberg. Zeigt die rollierende monatliche 12-Monats-Überschussrendite des S&P 500 Equal Weight Index (EW) gegenüber dem S&P 500 Index (MC) vom 30. September 2004 bis zum 30. September 2024.
In der Vergangenheit folgte auf eine Phase einer hohen Marktkonzentration im S&P 500 häufig eine Phase, in der die Marktbreite wieder zunahm. Über längere Zeiträume wirkte sich dies häufig positiv auf die relative Wertentwicklung des S&P 500 Equal Weight Index gegenüber dem S&P 500 Index aus.
Im Jahr 2021 waren die Magnificent 7 die Top-Performer. Mit einer Rendite von 51,5 % schnitten sie deutlich besser ab als der marktbreite S&P 500, der um 28,7 % zulegte. Nach Erreichen eines Höhepunkts Ende 2021 sank die Rendite der sieben Indexschwergewichte im Jahresverlauf 2022 jedoch wieder in Richtung des langfristigen Durchschnitts. In dieser Korrekturphase verzeichnete der Equal Weight Index eine um 34 % bessere Wertentwicklung als die Magnificent 7. Im Jahr 2023 ging das Ganze wieder von vorne los: Bis Juni 2024 gingen 61 % der Marktentwicklung auf das Konto der Magnificent 74. Im dritten Quartal 2024 gerieten dann die hohen Bewertungen der KI-Werte und die Frage, wie lange es dauern könnte, bis die eingepreisten Gewinnerwartungen realisiert werden, ins Visier der Märkte. Zusammen mit den Zinssenkungen der US-Notenbank Fed führte dies zu einer wieder zunehmenden Marktbreite und Outperformance der anderen 493 Titel im S&P 500 gegenüber den Magnificent 7.5
Angesichts der Tatsache, dass die Konzentration im S&P 500 derzeit ein Allzeithoch erreicht hat und die Bewertungen überreizt erscheinen, liegt der Bedarf für eine ausreichende Portfoliodiversifikation auf der Hand. Viele Anleger setzen dazu jetzt auf gleichgewichtete Produkte.
Wir bieten Anlegern die Wahl zwischen physischen und swapbasierten Engagements im S&P 500 Equal Weight Index. Vollständige Informationen zu den Risiken finden Sie in den rechtlichen Unterlagen oder hier.
Der Invesco S&P 500 Equal Weight UCITS ETF nutzt physische Replikation. Dies bedeutet, dass er alle Bestandteile des S&P 500 Equal Weight Index im gleichen Verhältnis kauft und hält und vierteljährlich eine Neugewichtung vornimmt, wenn dies auch beim Index geschieht.
Erfahren Sie mehr über diesen ETF
Der Invesco S&P 500 Equal Weight Swap UCITS ETF verwendet einen swapbasierten Ansatz, um die Wertentwicklung des Index nachzubilden. Der ETF hält einen Korb hochwertiger Wertpapiere, die jedoch nicht unbedingt im Index enthalten sein müssen, und nutzt Swap-Kontrakte, um die Rendite des Index zu erzielen.
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Bei einer Anlage in diesen Fonds handelt es sich um den Erwerb von Anteilen an einem passiv verwalteten, indexnachbildenden Fonds und nicht um den Erwerb der Vermögenswerte, die vom Fonds gehalten werden.
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Sich verändernde Trends machen deutlich, dass ein aktiverer Ansatz erforderlich ist, da KI-Investments nicht länger als eine einzige Transaktion betrachtet werden können.
Optionsbasierte Ertragsstrategien können in einem Portfolio eingesetzt werden, um konstante Erträge zu erzielen, Ertragsquellen zu diversifizieren und das Aktienengagement zu reduzieren, während man weiterhin am Aktienmarkt teilnimmt.