Rückblick auf die ETF-Zuflüsse im vierten Quartal
Die monatlichen Zuflüsse in europäische ETFs setzten ihre beeindruckende Entwicklung auch am Jahresende fort. Mit dem im vierten Quartal verzeichneten Nettozufluss an Neugeldern (98 Mrd. USD) stieg dieser Wert im Gesamtjahr auf ein Rekordhoch von 373 Mrd. USD. Das gesamte verwaltete Vermögen belief sich am Jahresende 2025 auf 3,18 Bio. USD, was einem Anstieg von 40 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Obwohl die im Dezember beobachteten breiten Zuflüsse in die Anlageklasse fast perfekt mit der Aufteilung für das Gesamtjahr übereinstimmten – 74 % in Aktien, 21 % in Anleihen und 5 % in Rohstoffe –, zeichnete sich im vierten Quartal ein etwas anderes Bild ab, insbesondere wenn man genauer hinschaut.
Aktien – Schwellenländer und Europa schneiden überdurchschnittlich ab
Die globalen Aktienengagements dominierten die Zuflüsse während des Gesamtjahres, die Nachfrage nach Aktien aus den Schwellenländern beschleunigte sich jedoch im vierten Quartal, wodurch die USA auf den dritten Platz zurückfiel. Die USA gaben im Dezember sogar noch mehr nach, da die Nachfrage nach europäischen Aktien deutlich anzog.
Anleihen machen fast ein Drittel aller ETF-Zuflüsse im vierten Quartal aus
Anleihen schnitten im Vergleich zum Rest des Jahres überdurchschnittlich gut ab. Cash-Management-Positionen, wie zum Beispiel Overnight Return Swap-ETFs, machen weiterhin den Löwenanteil aus, was wahrscheinlich auf die hohen Aktienbewertungen und die anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit zurückzuführen ist.
Cash und Rohstoffe – starker Jahresabschluss wegen defensiverer Positionierung
Trotz Abflüssen aus physischen Gold-ETPs im Oktober waren die Zuflüsse in Rohstoffe in den letzten beiden Monaten positiv und beendeten das Jahr auf einem Höchststand. Neben Gold-ETPs verzeichneten physische Silber- und breit angelegte Rohstoffengagements bis zum Jahresende ebenfalls eine erhöhte Nachfrage
Schwerpunktthemen in diesem Monat
- Preis der Sonderstellung der USA
Der schwache US-Dollar mindert die Renditen von US-Vermögenswerten für europäische Anleger.
- Trades zur Diversifikation
Die Attraktivität von Gold und anderen Vermögenswerten mit geringer Korrelation
- Die Cash Rates dürften weiter sinken
Für 2026 wird eine weitere Zinssenkung erwartet.