ETF Snapshot: Ein Rekordmonat zum Auftakt des neuen Jahres
Der Januar markierte mit Nettoneuzuflüssen in Höhe von 54,7 Milliarden USD einen starken Auftakt für das Jahr 2026.
In den letzten Jahren haben europäische Banken einen grösseren Anteil ihrer AT1 CoCo-Anleihen in EUR begeben
Die Bilanzen europäischer Banken sind heute wesentlich widerstandsfähiger als vor der globalen Finanzkrise
Anleger in Europa können nun in ein diversifiziertes Portfolio aus AT1 CoCo-Anleihen investieren, ohne einem Fremdwährungsrisiko ausgesetzt zu sein
Weitere Informationen finden Sie in den unten aufgeführten Anlagerisiken. Die vollständigen Informationen zu Risiken finden Sie in den rechtlichen Dokumenten.
Additional Tier 1 (AT1) CoCo-Anleihen könnten eine der attraktivsten Gelegenheiten für Anleger darstellen, die höhere Renditen suchen, ohne auf Emittenten geringer Qualität zurückgreifen zu müssen. Da Banken ihre AT1s nun verstärkt in EUR begeben, könnte dies eine gute Nachricht für europäische Anleger sein, die ein diversifiziertes Engagement in dieser Assetklasse ohne Währungsrisiko anstreben.
AT1s sind eine spezielle Art von bedingten Wandelschuldverschreibungen (Contingent Convertible Bonds, kurz: CoCos), die von Banken ausgegeben werden. Sie wurden nach der globalen Finanzkrise geschaffen und sollen als Kapitalpuffer dienen, falls die emittierende Bank in eine schwere finanzielle Notlage gerät. Die AT1s würden abgeschrieben oder in Eigenkapital umgewandelt, basierend auf einem spezifischen Auslöser (Trigger) – etwa wenn die harte Kernkapitalquote (CET1) der Bank unter einen vordefinierten Schwellenwert fällt (üblicherweise 5,125 % oder 7 %).
In der Hierarchie der Verlustabsorption stehen AT1s unmittelbar über dem Eigenkapital der Bank und unter ihren vorrangigen Verbindlichkeiten. Das Kreditrisiko eines AT1 wird durch diese Nachrangigkeit bestimmt und nicht durch die mangelnde Bonität des Emittenten, wie es bei traditionellen Hochzinsanleihen der Fall ist. Mit anderen Worten: AT1s können ähnliche Renditeniveaus bei Emittenten höherer Qualität bieten.
Beispiel eines Emittenten: Banco Santander
|
Rating |
Rendite |
|
|---|---|---|---|
USD |
EUR |
||
Vorrangige Verbindlichkeit |
A+ |
4,68% |
3,07% |
Nachrangige Verbindlichkeiten |
BBB |
5,16% |
3,25% |
AT1-Kapitalanleihen |
BB+ |
6,21% |
5,22% |
Quelle: Bloomberg, Stand: 31. Dezember 2025. Nennungen bestimmter Wertpapiere dienen zur Illustration und sollen keine Empfehlung zur Anlage in eine bestimmte Anlageklasse, ein bestimmtes Wertpapier oder eine bestimmte Strategie darstellen.
AT1s weisen eine geringe Korrelation zu Aktien und traditionellen festverzinslichen Wertpapieren auf, weshalb ihre Aufnahme in ein Portfolio Diversifikationsvorteile bieten kann. AT1s werden von der emittierenden Bank in der Regel nach einer festgelegten Zeit gekündigt (meist fünf Jahre nach Emission). Diese Eigenschaft verleiht ihnen eine geringe Sensitivität gegenüber Zinsänderungen. Dies könnte für Anleger attraktiv sein, die ihre Rendite steigern möchten, ohne gleichzeitig die Duration zu erhöhen.
Im Vergleich zum breiten High-Yield-Markt bietet der AT1-Markt ein anderes wirtschaftliches Engagement, da die Emittenten in der Regel eine höhere Bonität aufweisen. AT1s werden ausschliesslich von Banken begeben, während der globale High-Yield-Markt primär aus Industriesektoren (82 %), Nicht-Banken-Finanzunternehmen und Versorgern besteht.
Die Bilanzen europäischer Banken sind heute deutlich robuster als vor der globalen Finanzkrise. Dies ist grösstenteils auf strengere Regulierungen zurückzuführen, unter anderem auf die Notwendigkeit für Banken, nun AT1-Kapital zu begeben. Banken haben die Qualität ihrer Vermögenswerte verbessert und gleichzeitig die Kapitalpuffer erhöht, während sie das für diese Vermögenswerte vorgehaltene Eigenkapital aufgestockt haben. Aggregiert haben europäische Banken ihre CET1-Kapitalquote von unter 6 % vor der Finanzkrise auf heute fast 15 % gesteigert – ein Wert, der deutlich über den Trigger-Levels von 5,125 % oder 7 % liegt.
Fussnote Globale Finanzkrise
Quelle: Bloomberg, Stand: 31. Dezember 2025.
Der AT1-Markt hat sich in den letzten 10 Jahren auf fast 350 Mrd. USD mehr als verdoppelt[i]. Im Jahr 2015 lauteten über 60 % der weltweit im Umlauf befindlichen AT1-Anleihen auf US-Dollar – mehr als das Doppelte des in EUR denominierten Wertes. In den ersten Jahren entschieden sich die Banken für Emissionen in USD, um von der breiteren Investorenbasis im US-Rentenmarkt zu profitieren.
Da der AT1-Markt jedoch gereift ist und sich das Emissionstempo gegenüber den rasanten Anfangsjahren verlangsamt hat, entscheiden sich europäische Banken zunehmend dafür, AT1-Anleihen in EUR zu begeben, da dies die natürlichere Währung für ihr regulatorisches Eigenkapital ist. Die relativen Währungsgewichtungen sind heute mit 44 % in USD gegenüber 37 % in EUR ausgewogener.
Quelle: Bloomberg, Invesco, Stand: 31. Dezember 2025, basierend auf dem Bloomberg Global Contingent Capital Index.
Es ist leicht nachzuvollziehen, warum es für europäische Banken sinnvoll ist, Schuldtitel in der Währung zu begeben, die ihrem eigenen regulatorischen Kapital entspricht. Doch auch für europäische Anleger könnten auf EUR lautende Schuldtitel sinnvoller sein, insbesondere für diejenigen, die kein Währungsrisiko eingehen möchten.
Anlagen in auf EUR lautende Vermögenswerte eliminieren das Währungsrisiko und die Kosten, die mit der Absicherung einer Fremdwährung verbunden sind. Dies könnte besonders für Anleger attraktiv sein, die sich von USD-Vermögenswerten weg diversifizieren möchten, wenn sie über die Auswirkungen eines potenziell schwächeren Dollars besorgt sind.
Invesco ist Marktführer bei differenzierten Fixed-Income-Exposures, einschliesslich des breitesten Spektrums an Fonds, die auf hybride Wertpapiere abzielen. Dies beinhaltet den grössten AT1-ETF in Europa – einen 2018 aufgelegten Fonds mit einem Volumen von 1,7 Mrd. USD, der sich auf das USD-AT1-Segment konzentriert.
Wir haben dieses Angebot nun erweitert, indem wir den ersten ETF in Europa aufgelegt haben, der gezielt auf das EUR-denominierte Segment des AT1-CoCo-Bond-Marktes ausgerichtet ist. Erfahren Sie unten mehr über den Invesco EUR AT1 CoCo Bond UCITS ETF.
Bei einer Anlage in diesen Fonds handelt es sich um den Erwerb von Anteilen an einem passiv verwalteten, indexnachbildenden Fonds und nicht um den Erwerb der Vermögenswerte, die vom Fonds gehalten werden.
Der Januar markierte mit Nettoneuzuflüssen in Höhe von 54,7 Milliarden USD einen starken Auftakt für das Jahr 2026.
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