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Versicherer: Private Markets-Anlagen können in einem gemischten Anlageumfeld zur Diversifikation beitragen

Froschperspektive einer futuristischen Architektur, Wolkenkratzer eines Bürogebäudes mit geschwungenen Glasfenstern, 3D-Rendering.

Kurz zusammengefasst

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Während die Risiken des Sektors insgesamt weitgehend stabil bleiben – gestützt auf eine solide Kapital- und Liquiditätsausstattung –, hat sich der Risikomix in Richtung einer erhöhten marktbezogenen und geopolitischen Unsicherheit verschoben.

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In diesem Umfeld wird Diversifikation für europäische Versicherer zu einem zentralen Instrument der Portfoliokonstruktion und ist nicht länger eine nachgeordnete Überlegung.

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Selektive Allokationen in Private Markets können stabilere Erträge, differenzierte Risikotreiber und eine effizientere Nutzung des Solvenzkapitals bieten.

Europäische Versicherer sind aus einer Position relativer Bilanzstärke in das Jahr 2026 gestartet, befinden sich jedoch in einem makroökonomischen Umfeld, das fragiler, asymmetrischer und geopolitisch anfälliger geworden ist. Während die Risiken des Sektors insgesamt weitgehend stabil bleiben – gestützt auf eine solide Kapital- und Liquiditätsausstattung –, hat sich der Risikomix in Richtung einer höheren marktbezogenen und geopolitischen Unsicherheit verschoben. Die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten hat erneut zu Volatilität bei den Energiepreisen geführt, was die Aufwärtsrisiken für die Inflation verstärkt und die Aussichten für eine geldpolitische Lockerung trübt. Infolgedessen wird für den Euroraum ein weiterhin bescheidenes Wachstum erwartet, wobei die Abwärtsrisiken eher in Richtung stagflationärer Szenarien tendieren – was sich auf die Versicherer in erster Linie über Renditen, Spreads, Volatilität und Kapitalanforderungen auswirkt.

Vor diesem Hintergrund hält die „Higher-for-longer“-Zinsdynamik an, wobei die Inflationsunsicherheit, die erhöhte Emission von Staatsanleihen und geopolitische Risiken die Laufzeitprämien insbesondere am langen Ende volatil halten. Dies führt zu einem gemischten Anlageumfeld: Die Wiederanlagerenditen bleiben attraktiv und liegen deutlich über dem Niveau nach der globalen Finanzkrise. Allerdings hat die Mark-to-Market-Volatilität zugenommen, was zu höheren Kapitalanforderungen für das Marktrisiko führt, selbst dort, wo die Kreditfundamentaldaten weitgehend stabil bleiben.

Gleichzeitig zeigen sich die Kreditbedingungen oberflächlich betrachtet widerstandsfähig, bei hoher Portfolioqualität und ohne systemische Verschlechterung, doch die zukunftsgerichteten Risiken werden zunehmend asymmetrischer. Enge Spreads begrenzen eine weitere Verengung, während geopolitische Schocks oder Inflationsschocks eine starke, nichtlineare Neubewertung auslösen könnten – insbesondere in Segmenten mit längerer Laufzeit oder geringerer Bonität. Die öffentlichen Märkte scheinen zudem zunehmend überlaufen zu sein, während private Märkte differenziertere und spezifischere Renditetreiber bieten.

Private Markets können zur Diversifizierung beitragen

In diesem Umfeld wird Diversifikation zu einem zentralen Instrument der Portfoliokonstruktion und ist nicht länger eine nachgeordnete Überlegung. Die traditionelle Abhängigkeit von Durationsverlängerung und dem Carry öffentlicher Kredite bleibt ein wichtiges Fundament, reicht im heutigen Umfeld allein jedoch weniger aus, da engere Spreads das Aufwärtspotenzial begrenzen können und eine erhöhte Volatilität die Ertragsvariabilität sowie die Kapitalsensitivität steigert.

Stattdessen müssen Versicherer unseres Erachtens ihre Ertragsquellen diversifizieren, das Risiko korrelierter Schocks reduzieren und die Kapitaleffizienz optimieren. Unserer Ansicht nach können selektive Allokationen in Private Markets-Anlagen – insbesondere in erstrangig besicherte Privatkredite und Real Asset-Finanzierungen – dazu beitragen, alle drei Dimensionen zu adressieren, indem sie stabilere Erträge, differenzierte Risikotreiber und eine effizientere Nutzung des Solvenzkapitals bieten.

Private Markets bleiben in diesem Kontext ein zunehmend relevanter Bestandteil der Portfolios von Versicherern.

Kreditorientierte Strategien können differenzierte Ertragsquellen bieten

Senior Direct Lending verzeichnet weiterhin eine konstante Nachfrage, gestützt auf eine schrittweise Erholung der Private Equity-Aktivitäten und längere Haltedauern. Zudem können ihr variabel verzinstes Profil und die Spread Prämie gegenüber börsennotierten Krediten nützliche Diversifikations- und Ertragsmerkmale bieten.

Real Estate Debt und Infrastrukturfinanzierungen bleiben ebenfalls von Interesse, wobei Immobilienkredite durch stabilisierende Bewertungen unterstützt werden, während Infrastruktur von strukturellen Trends wie Digitalisierung und Energiewende profitiert.

Zwar hängen die Ergebnisse nach wie vor von der Titelauswahl und den Marktbedingungen ab, doch können diese kreditorientierten Strategien differenzierte Renditetreiber bieten und in vielen Fällen - ergänzend zu börsennotierten Fixed Income-Anlagen -eine relativ effiziente Kapitalnutzung im Rahmen der Solvency-Vorschriften ermöglichen.

Die Weiterentwicklung regulatorischer Rahmenbedingungen eröffnet Versicherern mehr Flexibilität

Sich wandelnde regulatorische Rahmenbedingungen in Großbritannien und Europa tragen ebenfalls dazu bei, dass Versicherer flexibler auf diese Vermögenswerte zugreifen können. Die bevorstehenden Änderungen im Rahmen von Solvency II dürften zu einer Senkung der Kapitalanforderungen für hochwertige verbriefte Forderungen sowie zu einer Verbesserung der Behandlung von Infrastruktur- und langfristigen Aktienanlagen führen. Gleizeitig erleichtern Reformen des britischen „Matching Adjustment“ – einschließich des „Matching Adjustment Investment Accelerator“ (MAIA), der Einführung von Kategorien mit hochgradig prognostizierbaren Vermögenswerten und erweiterten Zulassungskriterien – eine effizientere Allokation in bestimmte illiquide Vermögenswerte.

Zwar ist Private Equity nach wie vor kapitalintensiver und wird daher nur selektiv genutzt, doch könnten sich verbessernde Kapitalmarktbedingungen und mögliche Anpassungen des Long‑Term Equity‑Rahmen im Laufe der Zeit unterstützend auf gezieltere Allokationen auswirken.

Das makroökonomische Umfeld zur Jahresmitte spricht für eine schrittweise Anpassung

Vor dem Hintergrund weiterhin allgemein attraktiver Renditen im Private Market-Segment, sich schrittweise verbessernder Kapitalmarktbedingungen und zunehmender regulatorischer Unterstützung verfeinern britische und europäische Versicherer ihre Private Market-Allokationen weiter – mit klarem Fokus auf Ertragsstabilität, Kapitaleffizienz und der Abstimmung auf langfristige Verbindlichkeiten.

Insgesamt spricht das makroökonomische Umfeld zur Jahresmitte 2026 eher für eine schrittweise Weiterentwicklung als für radikale Portfolioumschichtungen. Versicherer behalten dabei hochwertige börsennotierte Kreditanlagen als zentralen Anker bei, während sie selektiv in diversifizierte, ertragsorientierte Vermögenswerte investieren. Hierbei priorisieren sie variabel verzinste, erstrangig besicherte Engagements, um die Volatilität abzufedern, und bleiben gleichzeitig diszipliniert in Bezug auf Liquidität, Governance und Kapitaleffizienz.

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  • Wesentliche Risiken

    Der Wert von Anlagen und die Erträge hieraus unterliegen Schwankungen. Dies kann teilweise auf Wechselkursänderungen zurückzuführen sein. Es ist möglich, dass Anleger bei der Rückgabe ihrer Anteile nicht den vollen investierten Betrag zurückerhalten.

    Wichtige Informationen

    Stand der Daten: 20. Mai 2026. Dies ist Marketingmaterial und kein Anlagerat. Es ist nicht als Empfehlung zum Kauf oder Verkauf einer bestimmten Anlageklasse, eines Wertpapiers oder einer Strategie gedacht. Regulatorische Anforderungen, die die Unparteilichkeit von Anlage- oder Anlagestrategieempfehlungen verlangen, sind daher nicht anwendbar, ebenso wenig wie das Handelsverbot vor deren Veröffentlichung. Die Ansichten und Meinungen beruhen auf den aktuellen Marktbedingungen und können sich jederzeit ändern.

  • EMEA5558271/2026

European insurers entered 2026 from a position of relative balance sheet strength, but within a macro environment that has become more fragile, asymmetric, and geopolitically exposed. While overall sector risks remain broadly stable, supported by solid capital and liquidity, the risk mix has shifted toward higher market and geopolitical uncertainty. The escalation of conflict in the Middle East has reintroduced energy price volatility, reinforcing upside risks to inflation and clouding the outlook for monetary easing. As a result, euro area growth is expected to remain modest, but with downside risks skewed toward more stagflationary outcomes — impacting insurers primarily through yields, spreads, volatility, and capital requirements.

Against this backdrop, “higher for longer” rate dynamics persist, with inflation uncertainty, elevated sovereign issuance and geopolitical risks keeping term premia volatile, particularly at the long end. This creates a mixed investment environment: Reinvestment yields remain attractive and well above post‑GFC levels, but mark‑to‑market volatility has increased, driving higher market risk capital requirements even where credit fundamentals remain broadly stable.

In parallel, credit conditions appear resilient on the surface, with high portfolio quality and no systemic deterioration, yet forward risks are increasingly asymmetric. Tight spreads limit further compression, while geopolitical or inflation shocks could trigger sharp, non‑linear repricing — particularly in longer‑duration or lower‑quality segments. Public markets also appear increasingly crowded, whereas private markets offer more differentiated and idiosyncratic return drivers.

Private markets can help with diversification needs

In this environment, diversification becomes a core portfolio construction tool rather than a secondary consideration. The traditional reliance on duration extension and public credit carry remains an important foundation, but it is less sufficient on its own in today’s environment as tighter spreads can limit upside and elevated volatility increases return variability and capital sensitivity.

Instead, we believe insurers need to diversify return sources, reduce exposure to correlated shocks, and optimise capital efficiency. In our opinion selective allocations to private markets — particularly senior secured private credit and real asset debt — can help address all three dimensions by offering more stable income, differentiated risk drivers, and more efficient use of solvency capital.

Private markets remain an increasingly relevant component of insurer portfolios in this context.

Creditfocused strategies can provide differentiated return drivers

Senior direct lending continues to see steady demand, supported by gradual improvement in private equity activity and longer holding periods, while its floating‑rate profile and spread premium versus public credit can offer useful diversification and income characteristics.

Real estate and infrastructure debt also remain areas of interest, with real estate debt supported by stabilising valuations and infrastructure benefiting from structural trends such as digitalisation and the energy transition.

At the same time, outcomes remain dependent on asset selection and market conditions, but these credit‑focused strategies can provide differentiated return drivers and, in many cases, relatively efficient use of capital under Solvency frameworks alongside public fixed income.

Evolving regulatory frameworks give insurers more flexibility

Evolving regulatory frameworks across the UK and Europe are also contributing to greater flexibility in how insurers access these assets. Upcoming Solvency II revisions are expected to lower capital charges for high‑quality securitised exposures and improve the treatment of infrastructure and long‑term equity, while UK Matching Adjustment reforms — including Matching Adjustment Investment Accelerator (MAIA), the introduction of highly predictable asset categories, and broader eligibility — are facilitating more efficient deployment into certain illiquid assets.

While private equity remains more capital intensive and is therefore approached selectively, improving capital market conditions and potential enhancements to the Long‑Term Equity framework may support more targeted allocations over time.

The midyear macro environment argues for incremental evolution

Against a backdrop of still generally attractive private market yields, gradually improving capital market conditions and evolving regulatory support, UK and European insurers are continuing to refine private market allocations with a focus on income durability, capital efficiency, and alignment with long‑dated liabilities.

Taken together, the midyear 2026 macro environment argues for incremental evolution rather than wholesale portfolio shifts, with insurers maintaining high‑quality public credit as a core anchor while selectively allocating to diversified, income‑oriented assets — prioritising floating‑rate, senior secured exposures to help manage volatility, and remaining disciplined on liquidity, governance and capital efficiency.

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  • Investment risks

    The value of investments and any income will fluctuate (this may partly be the result of exchange rate fluctuations) and investors may not get back the full amount invested. 

    Important information

    Data as at 20 May 2026. This is marketing material and not financial advice. It is not intended as a recommendation to buy or sell any particular asset class, security or strategy. Regulatory requirements that require impartiality of investment/investment strategy recommendations are therefore not applicable nor are any prohibitions to trade before publication. Views and opinions are based on current market conditions and are subject to change.