Insight Systematisch aktive ETFs: Kernaktienanlagen neu definiert
Kurz zusammengefasst
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Systematische aktive ETFs können ein „indexähnliches“ Engagement mit dem Potenzial einer langfristigen Outperformance bieten.
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Eine effektive Strategie sollte bewährte Alphaquellen mit robusten Risikokontrollen kombinieren – beides ist entscheidend.
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Systematisch sollte nicht gleich statisch sein. Aktive Aufsicht stellt sicher, dass Strategien nicht stehen bleiben, sondern sich an neue Marktbedingungen anpassen und weiter verbessern.
ETFs entwickeln sich zunehmend zu einem Bindeglied zwischen passivem Investieren und aktivem Management mit hoher Überzeugungskraft. Heute können Anleger auf ETFs mit einer Vielzahl unterschiedlicher Performanceziele und Risikotoleranzen zugreifen.
Systematische aktive Strategien („Beta Plus“) sollen das Beta-Kernengagement ersetzen und gehören zu den am schnellsten wachsenden Segmenten. Es gibt zwar verschiedene Ansätze, aber diese Strategien haben in der Regel zwei Hauptmerkmale:
- Ein Satz quantitativer Faktoren, der zur Selektion und Gewichtung von Wertpapieren genutzt wird.
- Portfoliobeschränkungen, die das aktive Risiko im Vergleich zum Referenzindex (häufig mit einem angegebenen Ziel-Tracking Error) begrenzen.
Das Wachstum dieses ETF-Marktsegments ist wenig überraschend. Systematische aktive ETFs können eine überzeugende Alternative zu traditionellen Kern-Beta-Engagements bieten, indem sie ein ähnliches Risikoprofil wie Markt-Referenzindizes mit dem Potenzial für Zusatzerträge kombinieren. Theoretisch vereinen sie das Beste aus beiden Welten: die Effizienz und Diversifikation des passiven Investierens bei gleichzeitiger Chance auf eine überdurchschnittliche Rendite.
Um zu sehen, wie diese Strategien in der Praxis funktionieren, schauen wir uns die Enhanced Equity ETF-Palette von Invesco an.
So funktionieren unsere Enhanced Equity-Strategien
Unsere Palette an Invesco Enhanced Equity UCITS ETFs folgt einer systematischen Anlagestrategie, die darauf abzielt, den jeweiligen Marktindex zu übertreffen und dabei ein benchmarkähnliches Risikoprofil beizubehalten. Zur Generierung von Alpha setzt die Strategie auf drei bewährte aktive Bausteine: Wert, Qualität und Momentum. Anschliessend setzt die Strategie eine Reihe von Portfoliobeschränkungen ein, darunter Obergrenzen für Länder- und Sektorallokationen, um das Risiko im Verhältnis zum Referenzindex zu steuern.
Betrachten wir als Beispiel den Invesco Global Enhanced Equity UCITS ETF. Für die Aufnahme in das Portfolio kommen rund 3.000 Large- und Mid-Cap-Aktien aus den Industrieländer-Märkten weltweit infrage – und damit ein deutlich breiteres Anlageuniversum als der Referenzindex des ETFs, der MSCI World Index. Ein Optimierungsprozess balanciert die Faktorengagements in Wert, Qualität und Momentum mit Risikovorgaben und Transaktionskosten aus und fördert zugleich eine breite Risikostreuung über Einzeltitel und Faktoren hinweg. Das sich daraus ergebende Portfolio umfasst normalerweise 400-500 Aktien und strebt einen Tracking Error von 1,0 % bis 1,5 % gegenüber dem MSCI World Index an. Dieser Vorgang wird monatlich wiederholt.
Hinter der Fondspalette steht Invesco Quantitative Strategies (IQS), ein globales Team, das sich auf systematische, faktorbasierte Anlagen spezialisiert hat. Zwar wurde der erste „Enhanced Equity“-ETF erst im Jahr 2025 aufgelegt, doch IQS verwaltet die zugrunde liegenden „Enhanced Equity“-Strategien bereits seit mehr als 20 Jahren und stützt sich dabei auf über vier Jahrzehnte Forschung im Bereich des faktorbasierten Investierens.
Dieser langfristige Ansatz ist nun über eine wachsende Palette von Enhanced Equity ETFs verfügbar. Den Anfang machte ein globaler ETF, gefolgt von regionalen und länderspezifischen Engagements, darunter Europa, Schwellenländer und die USA, mit einem kontinuierlich erweiternden Angebot. Grafik 1 zeigt die Wertentwicklung des Enhanced Equity-Ansatzes in verschiedenen Regionen.
Warum Wert, Qualität und Momentum?
Jeder der drei Faktoren hat eine eigene Anlagebegründung und erfasst eine andere potenzielle Renditequelle:
- Wert: Bevorzugt werden Aktien, die im Vergleich zu ähnlichen Titeln günstig bewertet sind, in der Erwartung, dass sie im Laufe der Zeit eine überdurchschnittliche Wertentwicklung erzielen werden.
- Qualität: Bevorzugt werden Unternehmen mit soliden Bilanzen, in der Erwartung, dass qualitativ hochwertigere Unternehmen langfristig bessere Renditen erzielen können.
- Momentum: Bevorzugt werden Aktien mit aktuell starker Kursentwicklung, in der Erwartung, dass sich dieser Trend für eine gewisse Zeit fortsetzen wird.
Von der Faktorauswahl bis zur Portfoliokonstruktion
Wert, Qualität und Momentum sind etablierte Investmentkonzepte, aber wie sie definiert und gemessen werden, hat sich kontinuierlich weiterentwickelt. Die Grundsätze hinter den einzelnen Faktoren sind zwar weitgehend konsistent geblieben, IQS hat jedoch die Methoden und Daten, die zur Identifizierung dieser Faktoren verwendet wurden, weiter verfeinert.
Hier ist ein aktiver Ansatz von entscheidender Bedeutung. Unsere proprietären Faktormodelle werden kontinuierlich weiterentwickelt, um neue Erkenntnisse und Fortschritte in der Technologie zu berücksichtigen. Moderne Technologien wie Natural Language Processing und Big Data eröffnen den Zugang zu neuen Datenquellen und Signalen, beispielsweise zu Kreditkartenausgaben, die früher nicht nutzbar waren.
Die Ermittlung der Attraktivität von Aktien ist nur der erste Schritt. Die nächste Herausforderung besteht darin, mehrere Faktoren zu kombinieren. Während Wert, Qualität und Momentum haben sich langfristig bewährt, ihre Entwicklung kann jedoch über kürzere Zeiträume erheblichen Schwankungen unterliegen.
Die Enhanced Equity-Strategie begegnet diesem Problem durch die Kombination der drei Faktoren innerhalb eines einzigen Optimierungsprozesses, anstatt sich allein auf einen einzelnen Faktor zu verlassen (siehe Grafik 2).
Schliesslich ist die Portfoliokonstruktion einer der wichtigsten, aber häufig übersehenen Aspekte einer „Beta Plus“-Strategie. Neben der Alpha-Erfassung aus den Faktorexposures muss das Portfolio auch ein Risikoprofil beibehalten, das an dem gewählten Referenzindex ausgerichtet ist. Um dies zu erreichen, wenden die Enhanced-Equity-Strategien Grenzen für Sektor-, Länder- und Einzeltitelgewichtungen im Vergleich zum Referenzindex an und berücksichtigen dabei gleichzeitig Liquidität, Umsatz sowie Umsetzungskosten.
Annualisierte Zeiträume
Seit Jahresbeginn |
1 Jahr |
3 Jahre |
5 Jahre |
10 Jahre |
Seit Auflage |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
Global Enhanced |
13,45 % |
26,80 % |
22,58 % |
14,74 % |
14,25 % |
10,27 % |
MSCI World Index |
10,26 % |
20,41 % |
18,14 % |
11,19 % |
12,73 % |
8,92 % |
Europe Enhanced Simulation |
13,60 % |
25,63 % |
17,89 % |
12,97 % |
10,95 % |
6,27 % |
MSCI Europe Index |
11,82 % |
22,09 % |
14,00 % |
10,11 % |
9,33 % |
4,87 % |
Emerging Markets Enhanced Simulation |
23,09 % |
38,52 % |
22,21 % |
10,84 % |
10,85 % |
10,46 % |
MSCI Emerging Markets Index |
20,04 % |
36,44 % |
19,33 % |
8,03 % |
9,19 % |
9,06 % |
Japan Enhanced Simulation |
19,57 % |
41,47 % |
24,22 % |
20,59 % |
14,66 % |
6,87 % |
MSCI Japan Index |
18,81 % |
39,96 % |
22,28 % |
18,49 % |
14,18 % |
6,20 % |
UK Enhanced Simulation |
11,72 % |
23,84 % |
18,41 % |
13,97 % |
9,78 % |
9,67 % |
FTSE All Share ex Investment Trusts |
11,29 % |
21,90 % |
15,82 % |
12,08 % |
8,64 % |
8,70 % |
US Enhanced Simulation |
11,59 % |
22,58 % |
21,75 % |
14,52 % |
15,56 % |
9,79 % |
S&P 500 Index |
9,92 % |
19,22 % |
19,04 % |
12,70 % |
15,00 % |
8,98 % |
All Country Enhanced |
14,97 % |
28,89 % |
22,38 % |
- |
14,28 % |
14,32 % |
MSCI ACWI |
11,33 % |
22,11 % |
18,30 % |
- |
10,85 % |
11,05 % |
Quelle: Invesco, Stand: 31. Juli 2026. Wertentwicklung vor Abzug der Gebühren in USD. Die vorliegende Präsentation von Invesco ist eine Ergänzung zu den Informationen im Einklang mit GIPS®. Datenquelle ist die Rendite des Invesco Global Enhanced. Die Performance-Ergebnisse tragen dem Abzug der Anlageberatungsgebühren nicht Rechnung. Die effektive Rendite für den Kunden versteht sich abzüglich der Beratungsgebühren und aller anderen Kosten, die bei der Verwaltung eines Anlageberatungskontos entstehen. Renditezeiträume von unter einem Jahr sind nicht annualisiert. Weitere Informationen finden Sie im Anhang.
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