Private Credit Ein Blick hinter die Kulissen der Private-Credit-Plattform von Invesco
Entdecken Sie die Struktur, Erfahrung und den an den Bedürfnissen der Investoren ausgerichteten Ansatz, der die Private‑Credit‑Plattform von Invesco geprägt hat.
Eine Collateralised Loan Obligation (CLO) ist ein strukturiertes Finanzinstrument, das breit syndizierte Kredite bündelt – in der Regel vorrangig besicherte Kredite, die von Unternehmen begeben werden.
Für Versicherer, die zur Deckung ihrer Verbindlichkeiten auf stabile, langfristige Erträge angewiesen sind, bieten CLOs mit AAA-Rating und Investment Grade-CLOs im Allgemeinen mehrere wesentliche Vorteile.
Als Alternative zu Direktanlagen oder einem Einzelmandat ermöglichen CLO-ETFs Versicherungsinvestoren einen kosteneffizienten und diversifizierten Zugang zum Markt.
Angesichts der ständigen Weiterentwicklung der globalen Finanzmärkte suchen Investoren zunehmend nach neuen Wegen, um ihre Portfolios zu diversifizieren und die Renditen zu steigern. Eine Anlageklasse, die in den letzten Jahren zunehmend Beachtung gefunden hat, sind Collateralised Loan Obligations (CLOs), wobei der CLO-Markt weltweit deutlich auf 1,4 Billionen US-Dollar angewachsen ist.1
Bislang wurden CLO-Anlagen vor allem von ausgewählten institutionellen Anlegern genutzt, doch dies ändert sich derzeit. Das Wachstum des Marktes und die weitere Einführung von CLO-ETFs haben den Weg für eine breitere Beteiligung geebnet, da ETFs die für ein grösseres Spektrum von Marktteilnehmern erforderliche einfache Handhabung, Liquidität und Transparenz bieten und gleichzeitig eine Reihe attraktiver Merkmale aufweisen.
Für europäische Versicherer bieten Investment Grade CLO-Tranchen – insbesondere solche mit AAA-Rating – eine praktische Möglichkeit, die Rendite zu steigern, Risiken zu steuern und Portfolios zu diversifizieren. Zwar erfordert das regulatorische Umfeld ein sorgfältiges Vorgehen, doch können die Vorteile dieser Investments bei umsichtigem Management beträchtlich sein.
Ein CLO ist ein strukturiertes Finanzinstrument, das breit syndizierte Kredite bündelt – in der Regel vorrangig besicherte Kredite, die von Unternehmen begeben werden.
Der Erwerb dieser Kreditforderungen wird durch die Emission mehrerer Ebenen, sogenannter „Tranchen“, von Wertpapieren finanziert. Diese bestehen aus verschiedenen Fremdkapitaltranchen, die von vorrangigen, hoch bewerteten Notes bis hin zu nachrangigeren Tranchen reichen, ergänzt um eine Eigenkapitaltranche. Jede Tranche weist eine festgelegte Zahlungsrangfolge und ein festgelegtes Risikoprofil auf.
Die aus dem zugrunde liegenden Kreditportfolio generierten Cashflows werden nach einer „Wasserfall“-Struktur verteilt, bei der Zins- und Tilgungszahlungen zunächst den vorrangigsten Tranchen zufliessen, während nachrangige Fremdkapital- und Equity-Tranchen Verluste auffangen, bevor vorrangige Investoren betroffen sind. Dies führt zu einer erheblichen Kreditverbesserung für vorrangige und Investment Grade-Tranchen, während nachrangige Fremdkapital- und Equity-Tranchen für das zusätzliche Risiko durch ein höheres Renditepotenzial kompensiert werden.
Im Gegensatz zu den vorrangigen und nachrangigen Fremdkapitaltranchen verfügen Equity-Tranchen über keinen festgelegten Spread. Stattdessen ergibt sich der Kuponertrag aus der Differenz zwischen den Erträgen der CLO und den Kosten für die übrigen CLO-Fremdkapitaltranchen, wobei die Equity-Tranche den Restbetrag erhält.
Von allen Tranchen verzeichnen CLOs mit AAA-Rating den stärksten Nachfrageanstieg und stellen aus unserer Sicht eine besonders überzeugende Anlagechance dar. CLO-Tranchen mit AAA-Rating können attraktive Renditen2 bieten und haben in der Vergangenheit keine Kreditausfälle verzeichnet.3 In den letzten fünf Jahren haben AAA-Tranchen Renditesteigerungen erzielt, die deutlich über denen vergleichbar gerateter Unternehmensobligationen lagen,2 und dies bei gleichzeitig zwei- bis dreimal geringerer Volatilität als im breiteren Investment Grade-Markt.4 Wichtig ist, dass CLO-Notes mit AAA-Rating eine Erfolgsbilanz ohne Kapitalverluste, eine schnelle Erholung bei Marktrückgängen4 und eine geringere relative Korrelation zu anderen Investment Grade-Anlageklassen vorweisen können, wodurch sie für langfristig orientierte Anleger, die nach Kapitalerhalt und zusätzlichen laufenden Erträgen streben, besonders interessant sind.
All diese Merkmale sind auf ihre strukturellen Vorteile (hoher Rang, Überbesicherung und Zinsdeckung), ihre variable Verzinsung sowie ihre diversifizierten Ertragsströme zurückzuführen. Hinzu kommt die insgesamt widerstandsfähige Cashflow-Dynamik des zugrunde liegenden Marktes für vorrangige Kredite.
Für Versicherer, die zur Deckung ihrer Verbindlichkeiten auf stabile, langfristige Erträge angewiesen sind, bieten CLOs mit AAA-Rating und Investment Grade-CLOs im Allgemeinen mehrere wesentliche Vorteile:
Globale CLOs (ursprüngliches Rating) |
Anzahl der Tranchen |
Anzahl der Ausfälle |
Anteil wertgeminderter CLOs (%) |
Implizierte Ausfallquote (%) |
|---|---|---|---|---|
CLO Aaa |
7.943 |
0 |
0,0 |
k. A. |
CLO Aa |
4.203 |
0 |
0,0 |
k. A. |
CLO A |
3.410 |
1 |
0,0 |
k. A. |
CLO Baa |
3.218 |
2,6 |
0,8 |
0,2 |
CLO Ba |
2.858 |
54 |
1,9 |
1,1 |
CLO B |
1.175 |
28 |
2,4 |
1,5 |
Quelle: Moody’s Ratings, Structured Finance: Wertminderungs- und Ausfallquoten globaler CLOs: 1993 bis 2024, Stand: Juni 2025. Die frühere Wertentwicklung lässt nicht auf zukünftige Renditen schliessen. Nur zur Illustration.
Über das attraktive Investmentprofil hinaus tragen aktuelle und bevorstehende regulatorische Entwicklungen im Versicherungsrecht dazu bei, die Attraktivität dieser Anlageoption für europäische und britische Versicherer weiter zu stärken.
So verfolgt Solvency II seit Langem einen strengen, risikobasierten Ansatz zur Bestimmung der Kapitalanforderungen und hat strukturierten Produkten wie CLOs in der Vergangenheit höhere Kapitalunterlegungen zugewiesen als Unternehmensanleihen. Dies spiegelt sowohl deren strukturelle Komplexität als auch das wahrgenommene Risikoprofil wider. Die jüngsten und geplanten Reformen im Rahmen von Solvency II führen jedoch dazu, dass sich diese Wahrnehmung allmählich ändert.
Die Überarbeitung der Standardformel dürfte die Kapitalanforderungen für vorrangige CLO-Tranchen – insbesondere mit AAA-Rating – deutlich senken, und zwar um bis zu 70 % bis 80 %. Damit nähern sich die Kapitalanforderungen weitgehend denen von Unternehmensanleihen mit BBB‑Rating an. Diese Rekalibrierung verbessert die Kapitaleffizienz und dürfte zu höheren CLO-Allokationen bei EU-Versicherern führen, die im Vergleich zu ihren US-amerikanischen Pendents bislang nur ein begrenztes Engagement in diesem Bereich hatten. Während vorrangige Tranchen am meisten von diesen Änderungen profitieren, bleiben Mezzanin- und nachrangige Tranchen vergleichsweise kapitalintensiv, was die Bedeutung einer sorgfältigen Portfoliokonstruktion unterstreicht.
Als Alternative zu Direktanlagen oder einem Einzelmandat (Separately Managed Account, SMA) kann ein CLO-ETF Versicherern einen kosteneffizienten und diversifizierten Zugang zum Markt bieten. Diese ETFs ermöglichen einen einfachen Zugang zu einem diversifizierten Pool von CLOs mit täglicher Liquidität und vollständiger Portfoliotransparenz. Damit stellen sie eine praktische Alternative zum Kauf einzelner CLO-Tranchen dar, der sowohl eine umfassende Wertpapier-Due Diligence als auch entsprechende operative Ressourcen erfordert.
Die CLO-ETFs von Invesco werden vom Private Credit-Team verwaltet und profitieren von der umfassenden Erfahrung der Plattform im Management von US- und europäischen CLO-Papieren über alle Ratingstufen hinweg sowie von tiefgehender Expertise im zugrunde liegenden Markt breit syndizierter Kredite.
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