Insight

Transparenz und Kontrolle - die Multi-Manager-Herausforderung

Ein vernetztes System aus Nadeln und Fäden mit einem hervorgehobenen Knotenpunkt, das die Aufsicht und die Beziehungen innerhalb eines komplexen Systems darstellt.

Kurz zusammengefasst

Herausforderungen für Pensionseinrichtungen

1

Nicht konsolidierte Investmentstrukturen können für institutionelle Anleger ineffizient, kostenintensiv und schwer zu überwachen sein.

Die Umsetzung ist entscheidend

2

Eine Konsolidierung allein kann das grundlegende Problem nicht lösen, wenn die Umsetzung weiterhin aus einer Vielzahl sich überschneidender aktiver Mandate besteht.

Gesamtportfolios

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Anleger benötigen ein Umsetzungsmodell, das Gesamtportfolios transparenter, steuerbarer und einfacher kontrollierbar macht.

Portfolios von Pensionseinrichtungen entwickeln sich nicht selten über Jahre hinweg zu komplexen Multi-Manager-Strukturen. Dies erhöht die Anforderungen an Governance und Überwachung, kann zu steigenden Betriebskosten führen und die Erzielung differenzierter Ergebnisse auf Gesamtportfolioebene erhöhen.

Diese Komplexität ist in der Regel nicht das Ergebnis schlechter Entscheidungen, sondern entsteht durch die fortlaufende Ansammlung von Mandaten, Investmentstilen und Governance-Ebenen. Die Folge: Viele Pensionseinrichtungen stehen heute weniger vor einem Mangel an Anlageideen als vielmehr vor Herausforderungen bei deren Umsetzung. Dies kann die Transparenz verringern, Kosten erhöhen und dazu führen, dass sich Portfolios stärker wie ihre Benchmarks verhalten als ursprünglich beabsichtigt.

Vor diesem Hintergrund sollen politische Initiativen in Großbritannien – insbesondere die Mansion-House-Reformen sowie die Bündelung von Vermögenswerten im Rahmen des Local Government Pension Scheme (LGPS) – Fragmentierung reduzieren, Skaleneffekte schaffen, die Governance verbessern und die Kostendisziplin stärken. Größe allein garantiert jedoch keine besseren Anlageergebnisse. Der Erfolg solcher Pooling-Modelle hängt entscheidend davon ab, wie Portfolios implementiert, gesteuert und auf Gesamtfondsebene gemanagt werden.

Das LGPS befindet sich aus unserer Sicht an einem historischen Wendepunkt. Mit der Konsolidierung von Vermögenswerten bietet sich die Chance, Größenvorteile tatsächlich nutzbar zu machen, Portfolios zukunftssicher aufzustellen und generationenübergreifend bessere Ergebnisse auf Gesamtportfolioebene zu erzielen, wie sie sich in dieser Form vielleicht nie wieder ergeben werden.

Dieses Whitepaper identifiziert vier miteinander verknüpfte Herausforderungen, die in vielen institutionellen Portfolios zu beobachten sind und aus denen das LGPS wertvolle Erkenntnisse ziehen kann:

  • Eingeschränkte Transparenz aufgrund fragmentierter Mandatsstrukturen
  • Steigender Governance-Aufwand
  • Höhere Gesamtkosten (Gebühren, Handelskosten, Duplikation)
  • Begrenzte Netto-Differenzierung aufgrund sich gegenseitig aufhebender aktiver Positionen

Zwei Fallstudien verdeutlichen diese Problematik:

  • Analysen des norwegischen staatlichen Pensionsfonds (Government Pension Fund Global) zeigen, dass ein erheblicher Teil der vermeintlich „aktiven“ Rendite in Wirklichkeit durch systematische Faktorengagements und nicht durch das Können einzelner Portfoliomanager erklärt werden kann.
  • Ein LGPS-Beispiel für globale Aktien zeigt, dass Portfolios selbst bei einem hohen Active Share nach Kosten benchmarkähnliche Ergebnisse liefern können, da sich die Positionen der einzelnen Manager gegenseitig neutralisieren.

Die Kernbotschaft lautet: Das Problem ist nicht das aktive Management an sich, sondern die unkoordinierte Umsetzung. Multi-Manager-Portfolios können zwar gut diversifiziert erscheinen, es fehlt ihnen jedoch oft an einer bewusst gesteuerten Konstruktion des Gesamtportfolios. Dies kann zu einer ineffizienten Nutzung von Risiko- und Kapitalbudgets führen.

Um dies zu beheben, plädiert das Whitepaper für eine Abkehr von der traditionellen managerorientierten Allokation hin zu:

  • Einer bewusst gesteuerten Gesamtportfolio-Konstruktion
  • Einer benchmarkorientierten, risikokontrollierten Umsetzung
  • Expliziten Faktor-Allokationen als strukturellen Renditetreibern
  • Vereinfachten Governance-Strukturen und klareren Verantwortlichkeiten

Systematische Multi-Faktor-Strategien werden als praktische Lösung vorgestellt, die Folgendes bieten kann:

  • Verbesserte Transparenz und Attribution
  • Effizientere Nutzung des aktiven Risikos
  • Skalierbare, kostengünstige Umsetzung
  • Stabilere und langfristig kumulierende Überschussrenditen

Fazit

Pooling und Konsolidierung schaffen die Voraussetzungen für bessere Ergebnisse - sie sind jedoch nicht die Lösung an sich. Bessere langfristige Ergebnisse für Pensionseinrichtungen werden nur dann erreicht, wenn fragmentierte Managerstrukturen durch eine bewusste und integrierte Gesamtportfolio-Konstruktion ersetzt werden. Dabei müssen Skaleneffekte mit einer disziplinierten Umsetzung, klaren Governance-Strukturen und gezielt ausgewählten Renditequellen kombiniert werden. 

Über Invesco Quantitative Strategies

Das Invesco Quantitative Strategies (IQS) Team nutzt modernste Technologien und datengestützte Erkenntnisse, um strukturelle Anlagechancen für Investoren zu identifizieren und kontrollierte systematische Aktienlösungen zu entwickeln. Mit jahrzehntelanger Erfahrung und tiefgehenden Research-Kapazitäten konzentriert sich das Team auf innovative Portfoliokonstruktion und Multi-Faktor-Strategien. Mit mehr als 50 Investmentexperten verwaltet das Team ein Vermögen von über 50 Milliarden US-Dollar.

  • Wesentliche Risiken

    Der Wert von Anlagen und die Erträge hieraus unterliegen Schwankungen. Dies kann teilweise auf Wechselkursänderungen zurückzuführen sein. Es ist möglich, dass Anleger bei der Rückgabe ihrer Anteile nicht den vollen investierten Betrag zurückerhalten.

    Wichtige Informationen

    Stand der Daten: 30.04.2026
    Dies ist Marketingmaterial und kein Anlagerat. Es ist nicht als Empfehlung zum Kauf oder Verkauf einer bestimmten Anlageklasse, eines Wertpapiers oder einer Strategie gedacht. Regulatorische Anforderungen, die die Unparteilichkeit von Anlage- oder Anlagestrategieempfehlungen verlangen, sind daher nicht anwendbar, ebenso wenig wie das Handelsverbot vor deren Veröffentlichung. Die Ansichten und Meinungen beruhen auf den aktuellen Marktbedingungen und können sich jederzeit ändern.

  • EMEA5711489/2026